Bettina‘s Lese-Ecke
Herzlich Willkommen und viel Spaß beim Schmökern
Akuma   ging   über   die   weite   Fläche   des   verbotenen   Landes.   Sein   Ziel   waren   die   Ländereien,   von   denen   Michael   erzählt   hatte.   Das   Land,   das einst die Heimat seines Vaters Akecheta war, der einst Jupp genannt wurde, lag verlassen und verwüstet vor ihm. „Kein schöner Anblick, nicht wahr?“, wurde er von einer tief klingenden Stimme aus seinen Gedanken gerissen. „Du   bist   der   Anführer   derer,   die   dieses   einst   so   schöne   Land   vernichtet   haben“,   stellte   Akuma   nüchtern   fest,   ohne   sich   dabei   zum   Fremden umzudrehen. „Sedit,   Herrscher   über   die   Welten“,   stellte   sich   dieser   selbstherrlich   vor.   „Ja,   ich   habe   dieses   armselige   Land   zerstören   lassen.   Ich   kann   es allerdings wieder aufbauen. Herrlicher, denn je. Und schneller, denn je. Ich  habe die Macht dazu.“ Akuma rührte sich nicht. Beharrlich blickte er über das Land, das die einstige Heimat seines Vaters war. „Mir   scheint,   dir   liegt   sehr   viel   an   diesem   Land.   Und   du   bist   ein   schweigsamer   Mann“,   bemerkte   Sedit   schmeichelnd.   „Solche   Männer,   wie dich kann ich gut gebrauchen. Männer, die nicht unnötig reden. Männer, die schweigend gehorchen.“ Akuma   drehte   sich   langsam   zu   seinem   Gesprächspartner   um,   einem   hünenhaften   Mann,   dessen   Gesichtszüge   markant   und   befehlsgewohnt wirkten.   Seine   Kleider   waren   mit   Gold   durchwirkt   und   mit   edlen   Stickereien   verziert,   die   einzig   und   alleine   Kampfszenen   darstellten.   Seine gesamte Ausstrahlung machte deutlich, dass er zu herrschen gewohnt war. Akuma schwieg noch immer. „Wie   gesagt,   ich   kann   Männer   wie   dich,   die   lieber   schweigen,   den   reden   gut   gebrauchen.   Dienst   du   mir,   werde   ich   dich   reich   belohnen.   Ich könnte   dir   dieses   Land   geben,   an   dem   du   allem   Anschein   nach   hängst.   Und   du   könntest   schon   bald   bessere   Kleider   tragen,   denn   ich   sehe,   du bewunderst   die   meinen.   Ich   schenke   dir   Reichtümer,   die   du   dir   nie   zu   erträumen   wagst.   All   das,   und   noch   viel   mehr   werde   ich   dir   geben,   dienst du mir“, lockte Sedit mit schwärmerischen, öligen Worten. „Das alles versprichst du mir? Das alles würde ich von dir bekommen, diene ich dir?“, erkundigte sich Akuma leise. Sedit lachte laut auf, dann flüsterte er eindringlich. „Das verspreche ich dir nicht nur, das bekommst du, dienst du mir.“ Akuma betrachtete Sedit versonnen. Dann blickte er über das Land, das verwüstet und traurig vor ihm lag. „Ich   diene   niemanden,   außer   meinem   Gott.   Ich   bin   niemandes   Untertan,   als   ein   Untertan   meines   Gottes“,   erwiderte   er   ruhig   und   mit   fester Stimme. Ohne   dass   Akuma   Sedit   ansah,   konnte   er   seinen   Unmut   deutlich   spüren.   Trotzdem   blickte   er   starr      in   die   Ferne.   Dabei   blieb   er   mit   einer tiefen, inneren Ruhe stehen, als sei er mit der Erde verwurzelt, als sei er der Fels in der Brandung. „Gott!!!“,   rief   Sedit   wutentbrannt.   „Gott!!!???   Siehst   du   dieses   Land   vor   dir?   Hat   dein   Gott   es   erhalten?   Hat   dein   Gott   die   Menschen   darauf gerettet?   Ich   sage   es   dir!   Nein!!!!   Hat   er   nicht,   dein   Gott!   Ich !   Ich    habe   nicht   nur   dieses   Land   zerstört.   Ich    habe   auch   das   Leben   darauf vernichtet. Wo, frage ich dich, wo war da dein Gott???!! Wo war er?!“
In der Wüste wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt. Wie würde dieser Bibelabschnitt wohl jetzt oder in der Zukunft klingen?
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In der Wüste wurde Jesus vom Teufel in Versuchung geführt. Wie würde dieser Bibelabschnitt wohl jetzt oder in der Zukunft klingen?
Akuma    ging    über    die    weite    Fläche    des    verbotenen    Landes.    Sein    Ziel    waren    die Ländereien,   von   denen   Michael   erzählt   hatte.   Das   Land,   das   einst   die   Heimat   seines Vaters   Akecheta   war,   der   einst   Jupp   genannt   wurde,   lag   verlassen   und   verwüstet   vor ihm. „Kein   schöner   Anblick,   nicht   wahr?“,   wurde   er   von   einer   tief   klingenden   Stimme   aus seinen Gedanken gerissen. „Du   bist   der   Anführer   derer,   die   dieses   einst   so   schöne   Land   vernichtet   haben“,   stellte Akuma nüchtern fest, ohne sich dabei zum Fremden umzudrehen. „Sedit,   Herrscher   über   die   Welten“,   stellte   sich   dieser   selbstherrlich   vor.   „Ja,   ich   habe dieses    armselige    Land    zerstören    lassen.    Ich    kann    es    allerdings    wieder    aufbauen. Herrlicher, denn je. Und schneller, denn je. Ich  habe die Macht dazu.“ Akuma   rührte   sich   nicht.   Beharrlich   blickte   er   über   das   Land,   das   die   einstige   Heimat seines Vaters war. „Mir   scheint,   dir   liegt   sehr   viel   an   diesem   Land.   Und   du   bist   ein   schweigsamer   Mann“, bemerkte   Sedit   schmeichelnd.   „Solche   Männer,   wie   dich   kann   ich   gut   gebrauchen. Männer, die nicht unnötig reden. Männer, die schweigend gehorchen.“ Akuma   drehte   sich   langsam   zu   seinem   Gesprächspartner   um,   einem   hünenhaften Mann,   dessen   Gesichtszüge   markant   und   befehlsgewohnt   wirkten.   Seine   Kleider   waren mit    Gold    durchwirkt    und    mit    edlen    Stickereien    verziert,    die    einzig    und    alleine Kampfszenen   darstellten.   Seine   gesamte   Ausstrahlung   machte   deutlich,   dass   er   zu herrschen gewohnt war. Akuma schwieg noch immer. „Wie    gesagt,    ich    kann    Männer    wie    dich,    die    lieber    schweigen,    den    reden    gut gebrauchen.   Dienst   du   mir,   werde   ich   dich   reich   belohnen.   Ich   könnte   dir   dieses   Land geben,   an   dem   du   allem   Anschein   nach   hängst.   Und   du   könntest   schon   bald   bessere Kleider   tragen,   denn   ich   sehe,   du   bewunderst   die   meinen.   Ich   schenke   dir   Reichtümer, die   du   dir   nie   zu   erträumen   wagst.   All   das,   und   noch   viel   mehr   werde   ich   dir   geben, dienst du mir“, lockte Sedit mit schwärmerischen, öligen Worten. „Das   alles   versprichst   du   mir?   Das   alles   würde   ich   von   dir   bekommen,   diene   ich   dir?“, erkundigte sich Akuma leise. Sedit lachte laut auf, dann flüsterte er eindringlich. „Das verspreche ich dir nicht nur, das bekommst du, dienst du mir.“ Akuma   betrachtete   Sedit   versonnen.   Dann   blickte   er   über   das   Land,   das   verwüstet und traurig vor ihm lag. „Ich    diene    niemanden,    außer    meinem    Gott.    Ich    bin    niemandes    Untertan,    als    ein Untertan meines Gottes“, erwiderte er ruhig und mit fester Stimme. Ohne   dass   Akuma   Sedit   ansah,   konnte   er   seinen   Unmut   deutlich   spüren.   Trotzdem blickte   er   starr      in   die   Ferne.   Dabei   blieb   er   mit   einer   tiefen,   inneren   Ruhe   stehen,   als   sei er mit der Erde verwurzelt, als sei er der Fels in der Brandung. „Gott!!!“,   rief   Sedit   wutentbrannt.   „Gott!!!???   Siehst   du   dieses   Land   vor   dir?   Hat   dein Gott   es   erhalten?   Hat   dein   Gott   die   Menschen   darauf   gerettet?   Ich   sage   es   dir!   Nein!!!! Hat   er   nicht,   dein   Gott!   Ich !   Ich    habe   nicht   nur   dieses   Land   zerstört.   Ich    habe   auch   das Leben darauf vernichtet. Wo, frage ich dich, wo war da dein Gott???!! Wo war er?!“
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