Herzlich Willkommen und viel Spaß beim Schmökern
Bettina‘s Lese-Ecke
„Wosn   für   a   Foll?“,   brummte   der   gebürtige   Franke   äußerst   missmutig,   dessen   Geburtsort   Kronach   und   Wahlheimat   Bamberg, genauer Strullendorf war. Im   Gegensatz   zu   Adele,   die   aus   dem   hohen   Norden   stammte   und   die   hochdeutsche   Sprache   beibehalten   hatte,   redete   er vorwiegend   Dialekt.   Ein   kurzer   Blick   auf   ihre   Kleidung:   graues   Kostüm,   weiße   Bluse,   hochhackige   Schuhe   verrieten,   dass   sie direkt aus der Kanzlei kam. In ihrer Freizeit bevorzugte sie, wie Zerberus auch, bequeme, legere Kleidung. „Du   hast   dein   Handy   ausgeschaltet“,   bemerkte   sie   ohne   Vorwurf   und   fuhr   fort.   „Tiere.   Klarer   ausgedrückt:   Misshandlung   und Tötung von Haustieren.“ Noch während sie redete, trat sie einen Schritt zur Seite. Zerberus,   der   gerade   im   Begriff   stand,   zu   einer   weiteren   Frage   anzusetzen,   blieb   das   Wort   im   Halse   stecken.   Vor   ihm   standen zwei   Kinder.   Genauer:   Ein   Bub   von   schätzungsweise   sechs   Jahren   und   ein   etwas   älteres   Mädchen.   Er   hätte   sein   verflixtes Telefon   einschalten   sollen.   So   saß   er   den   Kindern   jetzt   vollkommen   unvorbereitet   gegenüber.   Verdutzt   und   sprachlos,   da   er zudem das Eintreten der beiden nicht im geringsten mitbekommen hatte, starrte er sie an.    Der   Junge   mit   wuscheligen,   in   alle   Richtungen   gehenden   blonden   Haaren   war   bekleidet   mit   Jeans   und   einem   Sweatshirt   mit Superman-Motiv   sowie   dunkler   Jeansjacke.   Durch   eine   blau   umrandete,   runde   Brille,   deren   Farbton   mit   dem   seiner   Augen übereinstimmte, sah er Zerberus unverwandt an. „Warum   heißt   du   denn   Zerberus?   Was'n   das   für   ein   komischer   Name?   Wohnst   du   immer   in   diesen   Wohnwagen?   Auch   wenn Schnee liegt?“, erkundigte sich der Knirps neugierig, ohne auch nur den geringsten Raum für eine mögliche Antwort zu lassen. „Zu   alleröschd   hasd   des   'Grüß   Godd'.   Zum   anden   schdelld   me   sich   selbsd   ach   öschd   amol   vo.   Also,   wie   isn   dei   Noma,   Herr Naseweis?“, beanstandete Zerberus den Jungen. „Ja.   Klar   doch.   Grüß   Gott.   Felix.   Felix   Blenger.   Und?   Warum   heißt   du   Zerberus   und   warum   wohnst   du   in   einem   Wohnwagen?“, beharrte der Dreikäsehoch eisern.
Zerberus Müller Beinahe ein Mord in Strullendorf Leseprobe
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Zerberus Müller Beinahe ein Mord in Strullendorf Leseprobe
„Wosn    für    a    Foll?“,    brummte    der    gebürtige    Franke    äußerst    missmutig, dessen   Geburtsort   Kronach   und   Wahlheimat   Bamberg,   genauer   Strullendorf war. Im   Gegensatz   zu   Adele,   die   aus   dem   hohen   Norden   stammte   und   die hochdeutsche   Sprache   beibehalten   hatte,   redete   er   vorwiegend   Dialekt.   Ein kurzer    Blick    auf    ihre    Kleidung:    graues    Kostüm,    weiße    Bluse,    hochhackige Schuhe    verrieten,    dass    sie    direkt    aus    der    Kanzlei    kam.    In    ihrer    Freizeit bevorzugte sie, wie Zerberus auch, bequeme, legere Kleidung. „Du   hast   dein   Handy   ausgeschaltet“,   bemerkte   sie   ohne   Vorwurf   und   fuhr fort. „Tiere. Klarer ausgedrückt: Misshandlung und Tötung von Haustieren.“ Noch während sie redete, trat sie einen Schritt zur Seite. Zerberus,   der   gerade   im   Begriff   stand,   zu   einer   weiteren   Frage   anzusetzen, blieb   das   Wort   im   Halse   stecken.   Vor   ihm   standen   zwei   Kinder.   Genauer:   Ein Bub   von   schätzungsweise   sechs   Jahren   und   ein   etwas   älteres   Mädchen.   Er hätte   sein   verflixtes   Telefon   einschalten   sollen.   So   saß   er   den   Kindern   jetzt vollkommen   unvorbereitet   gegenüber.   Verdutzt   und   sprachlos,   da   er   zudem das   Eintreten   der   beiden   nicht   im   geringsten   mitbekommen   hatte,   starrte   er sie an.    Der   Junge   mit   wuscheligen,   in   alle   Richtungen   gehenden   blonden   Haaren war   bekleidet   mit   Jeans   und   einem   Sweatshirt   mit   Superman-Motiv   sowie dunkler   Jeansjacke.   Durch   eine   blau   umrandete,   runde   Brille,   deren   Farbton mit dem seiner Augen übereinstimmte, sah er Zerberus unverwandt an. „Warum   heißt   du   denn   Zerberus?   Was'n   das   für   ein   komischer   Name? Wohnst    du    immer    in    diesen    Wohnwagen?    Auch    wenn    Schnee    liegt?“, erkundigte   sich   der   Knirps   neugierig,   ohne   auch   nur   den   geringsten   Raum   für eine mögliche Antwort zu lassen. „Zu   alleröschd   hasd   des   'Grüß   Godd'.   Zum   anden   schdelld   me   sich   selbsd ach   öschd   amol   vo.   Also,   wie   isn   dei   Noma,   Herr   Naseweis?“,   beanstandete Zerberus den Jungen. „Ja.    Klar    doch.    Grüß    Gott.    Felix.    Felix    Blenger.    Und?    Warum    heißt    du Zerberus    und    warum    wohnst    du    in    einem    Wohnwagen?“,    beharrte    der Dreikäsehoch eisern.
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